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Holle, Mutter der Seelen: Lebens- und Todesaspekte der winterlichen Luftfahrt der Göttin – Vortrag von Annette Rath-Beckmann

Die Holle-Mythen, die sich um die Raunächte ranken, werden in ihrer Ganzheit vorgestellt und mit dem jüngeren Mythos der Wilden Jagd verglichen. Die Göttin erschien zwischen dem 24. Dezember und 6. Januar sowohl als lebenspendende, die Fluren segnende Weiße Frau als auch als Anführerin der Seelen, die in ihrem Gefolge die Lebenden besuchten, entweder als ruhelose Geister oder als Ahnenseelen, die sich auf die Wiedergeburt vorbereiteten. Hiermit war unterschiedliches Brauchtum bei den Menschen verbunden. Kurz eingehen will ich auch auf die herbstliche Luftfahrt, in der die Göttin die neu verstorbenen Seelen des vergangenen Jahres „einsammelt“ und in ihr Reich führt; in den Herbststürmen schließen sich Menschen-, Tier- und Pflanzenseelen diesem Zug an und fahren unter Getöse auf der Westseite des Meißners in Holles Reich ein.

Im Anschluss an den Vortrag möchte ich die „Gunst der Stunde“ nutzen und zusammen mit den TeilnehmerInnen in Anlehnung an die lebenspendende Kraft der Göttin die Bäume segnen mit Rauch und Tönen/Rasseln/Trommeln/Flöten. Auch kleine Opfergaben wie Milch, Honig und Butter sind erwünscht.

 

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